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Einführung Die Pille danach ist ein Medikament, das die Substanz Levonorgestrel enthält, und das in Notfällen nach ungeschützem Geschlechtsverkehr eingenommen werden kann.
Dieses Medikament darf nur in Ausnahmesituationen eingenommen werden und muss unter Aufsicht eines Apothekers oder Arztes. Falls die nächstfolgende Menstruation trotzdem ausbleiben sollte, muss eine Frauenärztin oder ein Frauenarzt konsultiert werden, um abzuklären, ob eine Schwangerschaft eingetreten ist oder ob alles in Ordnung mit dem Zyklus ist.
In der Schweiz wird die Pille danach unter dem Namen NorLevo Uno® verkauft. In Österreich trägt die Pille danach den Namen Vikela® und ist seit Dezember 2009 ebenfalls rezeptfrei in Apotheken erhältlich. In Deutschland ist die Pille danach unseres Wissens zum heutigen Zeitpunkt nur bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt erhältlich.
In welchen Fällen darf die Pille-danach genommen werden? Was ist zu beachten? Die Pille danach ist ein Medikament, das eingenommen wird, wenn beim Geschlechtsverkehr nicht gegen eine mögliche Schwangerschaft verhütet wurde, oder wenn eines der klassischen Verhütungsmittel nicht korrekt eingenommen oder angewendet wurde: Einnahme der Pille vergessen, reguläre Pille zu spät eingenommen, die Pille hat trotz korrekter Einnahme versagt oder das Kondom ist gerissen.
Dieses Medikament wird also als Notfallmittel eingesetzt, um eine Schwangerschaft auszuschliessen. Jedoch ist ihre Einnahme mit Risiken verbunden. Man sollte sich also nicht auf diese Verhütungsmethode verlassen und die klassischen Verhütungsmethoden vernachlässigen. Die Pille danach bleibt ein Medikament gegen eine mögliche Empfängnis im Notfall, da eine regelmässige Einnahme sich negativ auf den Zyklus auswirkt.
Wann muss die Pille-danach eingommen werden? Die Pille danach ist nach ungeschützem Geschlechtsverkehr einzunehmen und zwar so schnell wie möglich. Wartet man nach dem Geschlechtsverkehr länger als 72 Stunden, ist die Wirkung der Pille danach nicht mehr gewährleistet respektive die Wirksamkeit so tief, dass eine Einnahme keinen Sinn mehr macht, da die Erfolgschancen unter 50% liegen. In diesem Fall ist ein Besuch bei einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt angezeigt. Wird die Pille danach in den ersten 24 Stunden eingenommen, rechnet man mit einer Sicherheit von etwa 95%. Zwischen 24-48 Stunden beträgt der Wert der Wirksamkeit etwa 85%. Wartet man drei Tage nach dem ungeschütztem Geschlechtsverkehr (zwischen 48-72 Stunden) liegen die Erfolgschancen noch bei 58%! Für mehr Informationen fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt. |
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Wie ist die Dosierung der Pille-danach?
Die Pille danach mit dem Namen NorLevo Uno® wird einmal genommen.
Darf der Apotheker in der Schweiz die Pille danach abgeben?
Schon seit einigen Jahren ist es möglich, die Pille danach in der Apotheke ohne Voranmeldung zu erhalten. Jedoch kann die Pille danach nur nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Apotheker und nach Ausfüllen eines Fragebogens abgegeben werden.
Was für Nebenwirkungen der Pille danach gibt es (Pille danach Nebenwirkungen)?
Die am häufigsten empfundenen Nebenwirkungen sind Übelkeit und Erbrechen. Muss innerhalb von 3 Stunden nach der Einnahme der Pille erbrochen werden, dann ist die Einnahme aus Sicherheitsgründen zu wiederholen. Andere Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Unterleibschmerzen, Zwischenblutungen oder Spannungsgefühle in den Brüsten. Für ausführlichere Informationen über das Medikament und die Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker.
Beeinflusst die Einnahme der Pille danach den Zyklus (Pille danach Menstruation)?
Die Pille danach sollte sich nicht auf den Rhythmus Ihrer Menstruation auswirken. Ist Ihre Menstruation jedoch seit mehr als 5 Tagen fällig, dann konsultieren Sie bitte eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt.
Kann die Pille danach zu jeder Zeit während des Zyklus eingenommen werden?
Ja.
Schützt die Pille danach auch gegen Geschlechtskrankheiten?
Nein, die Pille danach schützt nicht gegen AIDS und andere Geschlechtskrankheiten (z.B. Hepatitis B, Herpes, Chlamydien, Syphilis, Gonorrhö u.a.). Diese Krankheiten sind z.T. sehr lästig, schmerzhaft und eine Behandlung ist oft schwierig oder nur begrenzt möglich.